Orea-Küchen

13. Juni 2017
Das-Orea-Power-Duo

Von Zweien, die es drauf haben und alles geben

Meine Oma steht in der Küche und kippt Nüdeli in die Pfanne. Es sind – total einleuchtend – die besten Nüdeli der Welt. Auf dem Fenstersims steht ein Radio, der Beromünster-Moderator verkündet Gratulationen. Das ist die Küche aus den 70ern. Nun setze ich mich in die Zeitmaschine – und lande in einer Orea-Küche der Gegenwart. Meine Oma würde Augen machen.

Die Küche des 21. Jahrhunderts nämlich funktioniert völlig anders. Auch hier wird gekocht. Gewiss. Aber auch gelernt, gefeiert und gespielt. Gelacht. Gelobt und geknuddelt. «Die heutige Küche ist ein Begegnungsort», bringt es Verkaufschef Kilian Reichenbach von Orea Küchen auf den Punkt. «Die Küche steht im Zentrum des Wohnens», ergänzt CEO David Spielhofer und meint damit, es werde nicht mehr nur in der Stube gewohnt, im Kinderzimmer gespielt und in der Küche geraffelt. Einiges davon passiere überall. Aber beinahe alles, und das immer öfter, dort, wo die Küche steht.

Gebündelte Kompetenz
Spielhofer und Reichenbach haben im Herbst 2016 das operative Orea-Kommando übernommen, sich in die Firma eingekauft und damit auch Verantwortung geschultert. Ein Hosenlupf? Vielleicht. Doch wissen diese Männer, so habe ich den Eindruck, was sie tun. Altersmässig ritzen sie gerade mal die 40, haben allerdings schon je zwanzig Jahre Erfahrung im Küchengeschäft. Viel gebündelte Kompetenz also und reichlich Begeisterung fürs Metier. Sie reden über ihre Kunden wie über Freunde. Über Mitarbeiter wie über gute Kumpel und über Investoren wie über den netten Nachbarn. «Klar laden wir einen Architekten auch mal zum Glas Wein ein», erklärt Spielhofer «oder wir kochen für den Bauherrn». Aha, die Küchenbauer als Köche? «Ich bin der impulsive Kocher», gesteht der CEO schmunzelnd, er probiere gerne etwas aus. Er deutet um sich, wie um zu sagen: «Wer will in so einer Umgebung nicht experimentieren?» Edle Materialien, ineinander fliessende Designs; wo beginnt der Kühlschrank, wo endet der Dampfabzug, was ist noch Schublade? Die moderne Küche stellt ihre Funktionen nicht aus, sie halten sich dezent im Hintergrund.

Im schwyzerischen Muotathal produziert
Solcherlei Finessen und Raffinessen haben einen Preis. Und der nicht gerade günstig. Gerechtfertigt hingegen schon und in der Philosophie von Orea begründet. Hier ist kein anonymer Grossbetrieb mit Schablone-Lösungen und austauschbaren Ansprechpartnern am Werk, sondern ein Schweizer Unternehmen, welches bereit und in der Lage ist, in der ersten Liga zu spielen. Produziert wird im schwyzerischen Muotathal, verkauft in Zürich-West, im aargauischen Rothrist und gegen Ende Jahr im nigelnagelneuen Lokal mitten in der Stadt Luzern. Mittelfristig, wen wundert’s, haben Spielhofer und Reichenbach überdies das nahe Ausland im Visier. Also pendeln die Küchenprofis zwischen den Standorten und spulen Autokilometer a gogo ab. «Unser Ritual ist das 6.00-Gespräch», verrät Kilian Reichenbach. Raus aus dem Haus, rein ins Auto, Smartphone eingestöpselt und die morgendliche Telefonkonferenz kann beginnen. «Würde Kilian einmal ausfallen, ich wäre de facto total aufgeschmissen», sagt Kollege Spielhofer ehrlich.

Kraft für die täglichen Herausforderungen
Aus gegenseitiger Ehrlichkeit schöpfen David und Kilian einen Teil ihrer Kraft für die täglichen Herausforderungen. Ein weiterer Energielieferant ist der Sport: So harmonisch sie sich im Geschäftsleben ergänzen, so unterschiedlich sind ihre Hobbys, die zugleich viel über ihre Art sagen, die Dinge anzupacken. Kilian Reichenbach, früher selber Schwinger, der so manchem Gegner das Sägemehl von der Schulter geklopft hat, organisiert heute regelmässig Schwingfeste. Spielhofer hingegen läuft zuweilen Marathon. Den ersten einst in New York. «Als ich in den Central Park, den Zielort, eingebogen bin, dachte ich, super, bald fertig.» Er muss über sich selber lachen, denn die Pointe kommt erst noch. «Dabei habe ich nicht bedacht, dass dieser Park vier Kilometer lang und fast einen Kilometer breit ist.»

Ein Zacken zulegen
Dieses Bild lässt sich auf den Küchenbau übertragen. Auf die letzte Weglänge kommt es an. Hier eine Unebenheit, dort eine Steigung. Exakt an diesen Stellen läuft das Orea-Power-Duo zur finalen Form auf. «Hier heben wir uns vom Rest ab und legen noch einen Zacken zu, um erfolgreich ins Ziel zu gelangen», sagt Reichenbach. Gäbe es in der Schweiz das Amt des Küchenministers, man müsste es gleich doppelt vergeben. An den CEO und Marathonmann David Spielhofer und den Verkaufsleiter und Schwinger Kilian Reichenbach.

Die Zeitmaschine holt mich ab und bringt mich zurück zu meiner Oma. Wenn die wüsste, was aus ihrer Küche in den nächsten 50 Jahren einmal wird. Sie würde vor Freude in die Hände klatschen – und nicht nur feine Nüdeli kochen. Sondern mir Geschichten erzählen, vielleicht das Jassen beibringen. Ganz bestimmt aber bei den Ufzgi helfen. Alles in der Küche natürlich.

  • Hannes Kirchhof

  • Stefan Del Fabro

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