St. Moritz

22. Oktober 2010
HOTEL-TIPP

Kempinski St. Moritz

Im vergangenen Sommer waren wir Gast im Kempinski in St. Moritz. Und um das schon mal vorwegzunehmen: Es war der Hammer. Freundlichkeit, Service, Unterkunft und Verwöhnprogramm: Es stimmte einfach alles. Und zwar im Detail. Wer mich kennt, der weiss, ich bin nicht so der Luxustyp. Schnickschnack ist nicht mein Ding und etepetete ist mir ein Greuel. Das Ursprüngliche liegt mir näher. Das Ehrliche und Unkomplizierte. Und exakt hier erlag ich einem Klischee.

Sicher, das Kempinski zählt zu den ausgezeichneten Adressen in St. Moritz, und wer hier logiert, der verfügt in der Regel über ein komfortables Budget. Doch wer hier abgehobenen Snobismus erwartet, liegt falsch. Wer Schickimicki sucht ebenfalls. Das Gegenteil ist der Fall. Die Atmosphäre ist freundschaftlich familiär und der Umgangston zum Gast ist herzlich und ungezwungen. Man fühlt sich sofort wohl. Man fühlt sich willkommen, und das tut dem gestressten Unterländer gut.

Ein besonderes Highlight für uns war der Abend in der Enoteca, einem der drei Restaurants im Kempinski. Hier stellt der junge und begabte Küchenchef Mattias Roock sein exquisites Können unter Beweis. Seine Spezialitäten sind die Alpen-Tapas. Hierfür kreiert er originelle Menüs; drei Gänge mit jeweils drei kleinen Köstlichkeiten. Neun Gaumenschmeichler auf einem Niveau von 15 Gault-Millau-Punkten. Kleine Kostprobe gefällig? Zur Vorspeise hatten wir z.B. ein Tartar vom gebeizten Seesaibling mit Kaviar und Gurken-Sauerrahmschaum. Anschliessend ein Engadiner Rindsfilet an Selleriestock und knusprigem Ochsenschwanz. Und zum Dessert ein Karamellköpfli mit Rötelibirnenkompott und Mandelküchlein. Wer will – und wer tut das nicht – kann jeden Gang mit dem passenden Wein begleiten. Ach ja, und die Bedienung war wie das Essen. Hervorragend! Auch sonst gibt es noch viel zu erzählen über das Kempinski. Doch dazu ein anderes Mal mehr.

Neun Gaumenschmeichler auf einem Niveau von 15 Gault-Millau-Punkten.

Über die Region
Wer glaubt, die phantastische St. Moritzer Berglandschaft vom Sommer her zu kennen, reibt sich die Augen über die Kraft und die Wandelbarkeit der Natur. Wo sich eben noch Bergsteiger, Golfer und Segler die Hand gaben, knirscht im Winter der Frost unter den Füssen und der Pulverschnee glitzert millionenfach. Es ist eine Welt der kleinen und grossen Naturwunder für Sportbegeisterte und Ruhesuchende. Ein himmlischer Ort zum sein und sich verwöhnen lassen.

  • Kempinski

  • Urs Blöchliger

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