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Andreas Panzer, Stilecht


Wo der Hund begraben liegt

Wir sind armi Chaibe! So viel ist mal klar. Unsereins steckt tief im Schlamassel. In der Tourismuskrise, der Bankenkrise und dazu in der Frankenkrise, also quasi bis zum Hals. Und das nicht erst seit gestern. Also haben wir guten Grund zum Klagen. Schliesslich machen das alle so. Und was zeigt uns die Praxis? Wer lauter schreit, hat Recht und wird belohnt.

 
 
Weiss Kreuz Malans


Klartext reden

Über Gastfreundschaft wird massenhaft geschrieben und ziemlich viel geredet. Oft, und das verwirrt mich zuweilen, auch einiges falsch verstanden. Oder zumindest unzutreffend ausgelegt. Das hat mit der Geschichte zu tun und damit, dass gelegentlich vergessen wird, kulturelle und kommerzielle Blickwinkel voneinander zu trennen. Mit einem Augenzwinkern auf unser Gewerbe versuche es trotzdem mal:

 
 
Leo, der Publizist


Säg mal, gaht’s eigentli no?!

Sie leben in Deutschland, lassen es sich dort gut gehen und wollen mehr Macht für Erdogan. Kürzlich hat eine deutliche Mehrheit der Türken, die in Deutschland am Referendum teilgenommen haben, nämlich über 63 Prozent, für ein autoritäres Präsidialsystem unter Recep Tayyip Erdogan gestimmt. In der Türkei selber waren es noch rund 54 Prozent. Fällt da was auf?

 
 
Andreas Panzer, Stilecht


Der Weg zum Ziel

Heutzutage eröffnet jeder Holzchopf eine Beiz, wird, anhand einer Kurzunterweisung, Fitness-Instruktor, Web-Designer, Berater oder Gestalter. Hauptsache, es geht schnell, tönt cool und bringt viel Kohle. Inzwischen ist uns diese seichte Lebensart so vertraut wie Palmöl in Produkten des täglichen Bedarfs.

 
 
Weiss Kreuz Malans


Wo man gerne etwas länger sitzen bleibt

Keine Frage. Über fast nichts kann man so herzhaft debattieren wie über ein Lieblingsrestaurant. Die einen tun das aus Prinzip, andere aus Langeweile. Eine Handvoll tut es, so sagen sie, aus rein professionellen Gründen. Ich gehöre keiner dieser Kategorien an. Und habe darum auch kein Lieblingsrestaurant. Einige gute Tipps hingegen schon.

 
 
Leo, der Publizist


Probe aufs Exempel

Schon klar, es wird jetzt eine Menge Leute geben, die werden alles tun, teils mit kämpferischen Tönen und der Heftigkeit eines schimpfenden Primarlehrers, um meine Aussage «Telefonieren ist effizienter als Schreiben» zu entkräften. Ich sage das auch nicht pauschal. Bin aber überzeugt, dass meine Darstellung fallweise schon ihre Richtigkeit hat.

 
 
Magazin Zürich


Luxus auf Abwegen

Ich hab da mal eine Frage: Wenn minderjährige Gören in Jimmy Choo, Chanel, Gucci, Prada und anderen ach-so-angesagten Fashion-Knallern wichtigtun und testosterongesteuerte Jungfussballer mit monströsen Big-Bangs und Fliegerchronographen, jeweils im Preissegment eines Kleinwagens, auf dicke Hose machen, spricht man da noch immer von Luxusgütern? Echt jetzt?

 
 
Leo, der Publizist


Geht das auch auf Deutsch?

Holy Cow, Bank-now, Mammut Store, Foot Locker, Mobile Zone, Manpower, Cembra Money Bank und McDonald’s. Jetzt leckt’s mich am Arsch: das ist nicht der Piccadilly Circus. Auch nicht die Fifth Avenue in Manhattan. Nein, dieses Potpourri an Anglizismen steht, hängt und klebt mitten in der Stadt Zürich. Einzusehen von einer einzigen Ecke aus, der Tramhaltestelle am Löwenplatz.

 
 
Magazin Zürich


Gartentrampoline

Keine Ahnung, wie der halbwegs heile Menschenverstand darauf kommt, man müsse sich ein solches Ding anschaffen. Kluge Beweisführungen gibt es dafür mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht. Ausflüchte, Rechtfertigungen und Notlügen hingegen sind inflationär zur Hand, wenn es darum geht, diesen Pipifax weisszuwaschen. Mir will einfach nicht in die Birne, wie phantasielos man durch sein Leben marschieren und sich (und vielen anderen) derartigen Stumpfsinn antun muss. Alternativen dazu gibt es wie Sand am Meer.

 
 
Magazin Zürich


Der erste Eindruck zählt

Ob es gefällt oder nicht, Kleiderordnungen in Unternehmen haben absolut ihre Richtigkeit. Ich höre Sie jetzt laut und deutlich sagen: «Das ist spiessig und gestrig.» Das mag sein, doch ich bleibe trotzdem bei meiner Behauptung und sage auch warum: Arbeitnehmer sind Repräsentanten ihrer Arbeitgeber, und so sollten sie auch auftreten. Will sagen: Das Erscheinungsbild ist der Unternehmenskultur anzupassen. Wem dieser Gedanke nicht behagt, der passt da nicht hin und möge sich bitteschön am freien Markt neu orientieren. Basta.