Beiträge

Magazin Zürich


Gartentrampoline

Keine Ahnung, wie der halbwegs heile Menschenverstand darauf kommt, man müsse sich ein solches Ding anschaffen. Kluge Beweisführungen gibt es dafür mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht. Ausflüchte, Rechtfertigungen und Notlügen hingegen sind inflationär zur Hand, wenn es darum geht, diesen Pipifax weisszuwaschen. Mir will einfach nicht in die Birne, wie phantasielos man durch sein Leben marschieren und sich (und vielen anderen) derartigen Stumpfsinn antun muss. Alternativen dazu gibt es wie Sand am Meer.

 
 
Magazin Zürich


Der erste Eindruck zählt

Ob es gefällt oder nicht, Kleiderordnungen in Unternehmen haben absolut ihre Richtigkeit. Ich höre Sie jetzt laut und deutlich sagen: «Das ist spiessig und gestrig.» Das mag sein, doch ich bleibe trotzdem bei meiner Behauptung und sage auch warum: Arbeitnehmer sind Repräsentanten ihrer Arbeitgeber, und so sollten sie auch auftreten. Will sagen: Das Erscheinungsbild ist der Unternehmenskultur anzupassen. Wem dieser Gedanke nicht behagt, der passt da nicht hin und möge sich bitteschön am freien Markt neu orientieren. Basta.

 
 
Magazin Zürich


Unverschämte Editorials

Was heisst Talent? Was heisst beseelt sein? Was heisst, ein Meister seines Faches zu sein? Die Antwort gibt uns die Arbeit von Urs Blöchliger. Der von sich selbst sagt: «Qualität kommt vom Wort Qual!» Eine Analogie, auf die man zuerst einmal kommen muss. Ob sie aber auch richtig ist? Kommt Qualität wirklich von Qual? Kommt Qualität nicht eher von Lust? Eine Antwort darauf gibt uns das Wort Leidenschaft. Niemand würde behaupten, dass erfolgreiche Berufsleute nicht Lust auf ihre Arbeit haben. Lust verspüren, während sie an ihrem Werk arbeiten. Schlicht: leidenschaftliche Menschen sind.

 
 
Magazin Zürich


Hoch lebe der Misserfolg

Er hat einst das Handwerk eines Konfektionsverkäufers gelernt, heute ist Urs Blöchliger Publizist und Inhaber des Leo Verlags. Der Verlag, der unter anderem das «Magazin Zürich» herausgibt. Er und sein Team aus Journalisten, Grafikern und Fotografen schreiben nur über die besten Geschichten. Geschichten über spannende Produkte, gute Ideen und vor allem bemerkenswerte Menschen – die Essenz einer guten Story. Urs Blöchliger legt dabei nicht nur Wert auf deren Erfolge. Denn: «Besonders die Misserfolge machen eine Geschichte spannend», erzählt er uns im Interview.

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Richten Sie’s mal

In Tat und Wahrheit ist die Sache recht einfach. Unser Reichtum liegt in der Geschichte der vergangenen 90 Jahre begründet und stützt sich auf drei Ursachen: ständiger Frieden, das Nachkriegswachstum unserer geografischen Nachbarn und die aus dem 19. Jahrhundert geerbte Branchenstruktur.

 
 
Marion Duschletta


Hut auf dem Kopf

Es gibt keinen Grund Ihnen weismachen zu wollen, Hut tragen sei heutzutage noch massentauglich – ist es nicht! Und wird es, meiner bescheidenen Meinung nach, auch nicht mehr werden. Aber …

 
 
Magazin Zürich


Volksverdummung

Uns geht es nicht gut. Soviel ist mal klar. Nicht nur, weil wir prinzipiell zu viel Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen verbringen. Unsere geistige Leistungsfähigkeit nimmt auch ab, weil wir uns alles brühwarm und sorgfältig vorgekaut servieren lassen. Und den ganzen Scheiss und all das zusammengelogene Zeugs auch noch glauben. Will sagen, weil wir nicht genügend selbständig denken. Oder zumindest mitdenken.

 
 
Leo, der Publizist


Bin doch nicht blöd

Oder etwa doch ein bisschen? Denn eins will mir einfach nicht in die Birne: Wie konnte sich in unserem westlichen, auf Qualität und Bildung bedachten Gedankengut die Idee etablieren, billig sei clever? Ich meine, ist der Verbraucher geistig tatsächlich wach und weiss er, was hinter den Kulissen abgeht? Welch hässliche Konsequenzen Billigproduktionen haben?

 
 
Leo, der Publizist


Geht nicht gibt’s nicht

Unser Primarlehrer aus der fünften Klasse hiess Robert Walter. Eine seiner Macken bestand darin, die Leistungsanforderungen an uns mit Aphorismen zu unterstreichen. Im Klartext hiess das dann beim Rundenwaldlauf etwa: «Einmal ist keinmal, zweimal ist zu wenig».

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Quasi ein Naturgesetz

Ob es uns passt oder nicht: Der Markt hat immer recht! So lautet nun mal das erste Gebot der liberalen Ökonomie. Und das gilt nicht nur für den Finanzmarkt, sondern generell dort, wo Ware, Angebot und Nachfrage frei zusammentreffen. Dieses Gesetz ist nicht gut oder schlecht, es ist einfach da. Und man kann es genauso wenig abschaffen wie die Schwerkraft – es ist quasi ein Naturgesetz.