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Gastronomieprofie


Jürgen W. Sperber – der sympathische Mann fürs Grobe

Der Schweizer Hotellerie und Gastronomie stehen schwierige Zeiten bevor. Ist man ehrlich genug und blickt einige Jahre zurück, ist das keine neue Erkenntnis, sondern das Akzeptieren einer simplen Wahrheit. Schuld daran sind nicht alleinig Frankenstärke und Brexit. «Überalterte Strukturen, fehlende Investitionen und mangelhafte Konzepte haben ebenfalls ihre Bremsspuren hinterlassen», sagt Jürgen W. Sperber, Direktor Deutschschweiz des Hotellerieberaters PHAR, und stellt sich diesen Herausforderungen.

 
 
Weiss Kreuz Malans


Wo man gerne etwas länger sitzen bleibt

Keine Frage. Über fast nichts kann man so herzhaft debattieren wie über ein Lieblingsrestaurant. Die einen tun das aus Prinzip, andere aus Langeweile. Eine Handvoll tut es, so sagen sie, aus rein professionellen Gründen. Ich gehöre keiner dieser Kategorien an. Und habe darum auch kein Lieblingsrestaurant. Einige gute Tipps hingegen schon.

 
 
Gastronomieprofi


Mise en Place

Jeder, der irgendwann und irgendwie in aufrichtiger Absicht und mit Engagement in der Gastronomie seine Brötchen verdiente, der weiss, welche zentrale Rolle dem Mise en Place zukommt. In letzter Konsequenz jedoch ist der Begriff nichts anderes als eine Metapher dafür, Ordnung zu halten. Sich korrekt und professionell auf den Tag vorzubereiten.

 
 
CEO Wittmann AG


Brachliegendes Potential

Frankenstärke, damit verbunden Einkaufstourismus, Online-Handel und eine partielle Übersättigung der Konsumenten – Vieles spricht gegenwärtig nicht gerade für den Möbelhandel. Die schrumpfenden Margen auch nicht. Eine amtlich bescheinigte Lösung für diese Misere kann ich nicht anbieten. Eine Idee hingegen, wie man die Situation ein bissel entschärfen könnte, die hätte ich schon:

 
 


Auf das Herz gezielt

Wir Frauen tragen gerne kostbaren Schmuck, edle Dessous und angesagte Trikotagen. Die Herren lieben «komplizierte» Uhren und rahmengenähtes Schuhwerk. Zuweilen schenken wir uns solcherlei zu ganz bestimmten Anlässen. Sich mit schönen und ausgesuchten Dingen zu umgeben, das hat durchaus seinen Reiz. Zielt es aber auch auf das Herz? So voller Pathos und auf Dauer? Da hege ich meine Zweifel.

 
 
Risa Hutwerkstatt


Handwerkskunst von Risa

Mutter und Sohn sind Handwerker mit Leib und Seele. Macher und Schaffer wie aus dem Bilderbuch, aber ziemlich gegensätzlich: Gabriela, mit feinem Schalk in den Augen, eher leise und zurückhaltend, wirkt als der gute Geist hinter den Kulissen. Julian, stets ein Lachen auf den Lippen, geht auf Tuchfühlung, ist präsent und der Akteur im Vordergrund. Die Hüte aus der Manufaktur von Gabriela und Julian sind gefragt, doch ausruhen und zurücklehnen passt nicht zum Familiengespann.

 
 
Sportschuhe


Zeha Berlin

Es gibt Dinge, die muss man nicht neu erfinden. Die soll man so belassen, wie sie sind, und seien sie noch so in die Jahre gekommen. Allenfalls bedarf es kleiner Anpassungen, um dem Zeitgeist respektive modernen Ansprüchen gerecht zu werden. Mehr braucht es nicht. Ein Musterbeispiel für meine Behauptung ist die Firma Zeha aus Berlin. Die produzieren unter anderem sportives Schuhwerk. Quasi nach alter Väter Sitte. Und das ist der Reiz an der Geschichte.

 
 
Giovanoli Sport


Giovanoli Sport in Sils Maria

Wer nach Sils kommt, der tut das in der festen Absicht, sich wohlfühlen zu wollen. Hier, wo die Uhr langsamer tickt, der Himmel tiefblau, die Herbstlärche golden und die Luft klar ist. Dort, wo der Silsersee die Szenerie prägt und der Mensch zur Natur noch Sorge trägt, weil sie sein Kapital ist.

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Richten Sie’s mal

In Tat und Wahrheit ist die Sache recht einfach. Unser Reichtum liegt in der Geschichte der vergangenen 90 Jahre begründet und stützt sich auf drei Ursachen: ständiger Frieden, das Nachkriegswachstum unserer geografischen Nachbarn und die aus dem 19. Jahrhundert geerbte Branchenstruktur.

 
 
Markus Cadruvi


DeeCee Style Zürich

Man kann Fertiggerichte aufwärmen oder Sterne-Menüs zubereiten, man kann Groschenromane lesen oder Shakespeare – und man kann Mode ab Stange kaufen oder aufwendig verarbeitete Kleidung mit Charakter: Der Kunde hat immer die Wahl.