Fuchs in der Stadt Zürich

15. August 2015
Im Grossstadtdschungel

Der Fuchs geht um

Nein, der Stadtfuchs ist keine eigene Tierart, sondern ein Siedlungsnachbarn der urbanen Menschen. Er ist ungemein neugierig, intelligent, sehr agil und hat seinen Ruf als Schlauberger wohl nicht ganz zu unrecht. 

Während seine Artgenossen in der freien Natur dem hohen Druck der täglichen Nahrungsbeschaffung und der beständigen Nachstellung durch Jäger ausgesetzt sind, bekommt der Stadtfuchs rasch mit, dass ihm die Menschen in der Regel nichts Böses wollen. Zudem findet der anpassungsfähige Kerl hier beinahe paradiesische Lebensbedingungen vor: verwilderte Grundstücke, Industriebrachen, Gärten und Parks mit reichlich Deckung und leicht erreichbarer Nahrung. Überall stösst er auf weggeworfene Essensreste und Küchenabfälle. Ausserdem sind Mäuse, Ratten und Tauben in der Stadt weitaus zahlreicher als in freier Natur. Der dichte Strassenverkehr stellt zwar eine Bedrohung dar, doch ist diese weitaus kalkulierbarer als der hohe Jagddruck, der in Wald und Feld auf ihm lastet.

Überall stösst er auf weggeworfene Essensreste und Küchenabfälle.

Ein liebenswürdiges Stück Wildnis
In der Stadt Zürich leben derzeit rund 1300 Füchse, und es scheint ihnen hier, wo die Nahrungsquellen unerschöpflich, die Schlafplätze reichlich und ihre Verfolger fern sind, bestens zu gefallen. Schön für sie, gewinnend für uns. Heissen wir ein liebenswürdiges Stück ursprünglicher Wildnis im Grossstadtdschungel willkommen. Wir beobachten sie, schmunzeln über ihr Tun und erfreuen uns an ihrem putzigen Anblick, halten ansonsten aber Distanz. Schliesslich ist der Fuchs auch als Stadtbewohner ein Wildtier, und das soll er auch bleiben.

  • Agenturbild

  • Urs Blöchliger

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