Schreibwaren Manufaktur

16. Februar 2018
Alles wird gut. Und es kommt noch besser!

Alle Achtsamkeit dem Glück!

Vielleicht ist heute einer dieser Tage, die Sie kaum ertragen … weil «sie» weg ist. Nicht die Frau, sondern die Freude. Dann habe ich gute Nachrichten für Sie. Gute Nachrichten, die vielleicht blöd klingen, aber wahr sind: Nicht nur die Schönheit, auch das Glück liegt im Auge des Betrachters. Und es gibt einen Trick, der uns den Blick putzt.  

Beginnen wir da, wo wir nie sein wollen und doch hin und wieder landen: am Anfang eines miserablen Tages. Und, ja, ich führe Sie nun in die Tiefen der Trostlosigkeit. Aber keine Sorge: Ich schreibe ganz bewusst «wir», denn so kann ich Sie begleiten. Mit diesem «Wir» reiche ich Ihnen quasi die Hand, gehen wir den Holzweg zusammen. Und am Ende, das werden wir sehen, wird die Reise ein freudiges Herzhüpfen sein. Ein versöhntes Zubettgehen. Ein klein wenig Glück, das noch mehr Glück nach sich zieht. Wie ein leistungsstarker Güterzug seine vollbeladenen Wagons.

Aber zuerst: Alles auf Anfang!
Und gleich im Stakkato: der Wecker, der drängelt. Snoozen. Der Wecker, der drängelt. Snoozen. Der Wecker, … Herrgott! Das falsche Bein. Der schöne Traum, der uns entgleitet. Ein zerknautschtes Spiegelgesicht. Die leere Kaffeepulver-Box. Der Zahnpasta-Fleck auf der Bluse. Der Briefträger vor der Tür. All die Couverts in seinen Händen: Umschläge, die nach Rechnungen riechen und so hoffnungslos grau sind wie der Himmel, der uns auf den Kopf drückt. Jetzt der Bus, den wir verpassen. Die Pfütze, die wir nicht gesehen haben. Die Mitarbeiterin, die nicht zurückgrüsst. Die leere Klopapier-Rolle.

Und am Abend gehen wir ins Yoga
Und alles wird gut …
Und am Abend gehen wir ins Yoga
Und alles wird gut …

Und am Abend sind wir dann im Yoga und nichts ist gut: Unser Lieblingsplatz hinten links beim Fenster ist schon besetzt, als wir ankommen, und in Balasana, der Kindsposition, merken wir, dass die Matte nach fremden Schweissfüssen riecht. Danach gelingt es uns nicht mehr, an etwas anderes zu denken – geschweige denn an gar nichts. Den Heimweg können wir uns vorstellen.

Ende gut, alles gut
Und jetzt, am Ende eines langen, misslungenen Tages, sind wir an einem wunderbaren Punkt angelangt. Wir haben nämlich die Chance, mächtig zu sein: Dieser Moment ist der allerbeste Augenblick, um unsere Superkraft zu trainieren – eine Superkraft namens Achtsamkeit. Mit ihr und dem so genannten «Positiven Tagesrückblick» können wir alles nochmals umschreiben. Nicht, indem wir uns hübsche Märchen erfinden, sondern indem wir uns auf das fokussieren, was schön war. Und gut. Trotz allem.

Gehen wir den Tag nochmals gedanklich durch und rufen wir uns drei Glücksmomente ins Gedächtnis.

Ja, drei Glücksmomente! Gibt’s nicht? Gibt’s nicht! Sie sind da, ganz sicher. Beispielsweise der Briefträger: Der hat uns doch recht freundlich angelächelt, oder nicht? Und die Whatsapp-Nachricht, die uns ein alter Freund geschickt hat, einfach nur, um zu erfahren, wie es uns geht. Dann das Mittagessen, das überraschend gut geschmeckt hat, weil es Hördöpfelstock gab, sogar mit Seeli. Oder der Geruch im Yoga-Studio – nicht jener der Schweissfüsse, sondern der andere: dieser Hauch Süssorange und Patschuli in der Luft, der uns an die alte Wohnung einer Tante erinnert, die wir sehr gern haben.

Schreiben wir diese Glücksmomente auf, die hervorstechen. Und notieren wir, was wir zu dazu beigetragen haben.

Dann wird alles gut. Und es kommt noch besser: Wenn wir das nicht nur an unheilsamen Tagen machen, sondern jedes Mal vor dem Lichterlöschen, immer wieder, werden Tage wie diese auch weniger werden. Weil wir in Hinblick auf das abendliche Ritual schon auf dem Weg dahin bewusster wahrnehmen, welche Momente und Begegnungen, welche Aufgaben und Aussagen uns glücklich machen. Dadurch schenken wir dem Glück unsere Aufmerksamkeit. Und wir erinnern uns, quasi en passant, auch daran, dass es in unserer Hand beziehungsweise in unserem «Blick» liegt, an jedem Tag auch das Schöne zu sehen.

Jetzt lasse ich Ihre Hand wieder los.
Sind Sie bereit?
Es muss nämlich sein.
Exgüsé, aber…
Sie brauchen sie,
ich brauche sie,
wir brauchen sie,
um all das Schöne rauszuschreiben
und noch öfter glücklich zu sein.

Dieser Text wurde zwar am Computer geschrieben, hat aber Hand und Hintergrund, basiert auf der Freude am handschriftlichen Schreiben. Er wurde im Auftrag von KAWECO verfasst, dem Hersteller von Schreibgeräten (seit 1883).

  • Kaweco
  • Andrea Keller
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