Distillerie Studer

25. November 2016
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Der perfekte Gin Tonic

Sie haben noch nie einen Cocktail selber gemixt? Kein Problem, trauen Sie sich einfach. Letztendlich geht es nur darum, die richtigen Zutaten zu einem leckeren Getränk zu vermischen. Und mit einem praktischen Leitfaden ist das nicht schwer. Tobias Kern vom James Joyce erklärt, wie das geht. Doch lesen Sie zuerst einmal, woher die Worte «Cocktail» und «Bar» ursprünglich stammen:

Das Mixen von Cocktails hat eine lange Tradition und stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Auf Deutsch heisst «Cocktail» Hahnenschwanz; über die Entstehung dieses Namens gibt es eine Anzahl amüsanter Legenden. In einer davon spielen Hahnenkämpfe eine wichtige Rolle, welche im 18. Jahrhundert sehr beliebt waren. Der Legende nach wurden dem besiegten Hahn die Schwanzfedern ausgerissen und dienten dann als Trophäe im Glas des Besitzers des Hahns, der den Kampf gewonnen hatte. Laut einer anderen Geschichte soll ein Barkeeper, der besonders hübsche und bunte Mixgetränke machen konnte, gesagt haben: «The drink looks like a cock´s tail». Wieder eine andere Version handelt von einem französischen Apotheker, der in New Orleans lebte und in seiner Apotheke Brandwein ausschenkte. Als Trinkgefäss dienten Eierbecher. Die Amerikaner änderten das französische Wort für Eierbecher, «Coquetier», zu Cocktail.

Die Vorläufer der heutigen Bar
Genauso umstritten ist die Herkunft des Wortes «Bar». Es stammt möglicherweise aus der Zeit der Kolonialisierung Amerikas. Damals trafen sich die Menschen in den Drugstores, um bei ihren Einkäufen auch ein bisschen zu tratschen und ein Gläschen Schnaps zu trinken. Häufig endeten diese Gespräche in einer Rauferei oder Schlimmerem, was die Drugstore-Besitzer dazu veranlasste, zu ihrem eigenen Schutz eine Barriere um ihre Waren zu errichten und den Ladentisch abzusperren. Das englische Wort «Bar» bedeutet ursprünglich Barriere. Aus den Drugstores entwickelten sich später die Saloons, die als Vorläufer der heutigen Bar gelten. Heute jedoch soll die Bar nicht mehr, wie einst in den Drugstores, die Barriere zwischen Gast und Gastgeber bilden, sondern vielmehr Ort des kommunikativen Austauschs, entspannter Atmosphäre, der Geselligkeit und des Genusses sein.

Hinter dem Tresen zu stehen und Cocktails zu mixen kann etwas Spannendes sein. Da gib es einiges zu entdecken. Ein bisschen Fachwissen und die richtigen Zutaten sollten allerdings vorhanden sein. Im folgenden Beispiel stellt die Distillerie Studer aus dem Entlebuch den Swiss Highland Dry Gin vor; Tobias Kern vom James Joyce in Zürich macht etwas Leckeres draus:

4 cl Studer’s Dry Gin
1 Tonic Water
1 Scheibe Limette
1 Stängel Zitronengras
Einige Eiswürfel

Den Gin in ein Longdrinkglas mit Eiswürfeln geben und anschliessend nach Belieben mit Tonic Water auffüllen. Wer es kräftiger mag, der verwendet anstelle eines Longdrink-Glases einen Tumbler mit weniger Eis und weniger Tonic Water, aber derselben Menge Gin.

Passend zum Studer’s Dry Gin empfiehlt Tobias Kern eine Scheibe Limette und einen Stängel Zitronengras als Geschmacksergänzung und zur Dekoration. Wer am erfrischenden Aroma von exotischem Zitronengras besonderen Gefallen findet, kann das Gewürz vor der Zugabe mit einem Stössel quetschen. So werden die Geschmackstoffe freigesetzt und das Bouquet ist noch intensiver.

Das Lieblingsgetränk von Queen Mum
Nebenbei bemerkt ist ein Gin Tonic in der Welt der Drinks so etwas wie der klassische marineblaue Einreiher oder die gesteppte Chanel-Tasche: Er passt immer, zu allem und jedem. Ganz besonders gut macht er sich im Sommer, das versteht sich von selbst, schliesslich kommt der Drink ja aus der Hitze Indiens, wo britische Kolonialherren chininhaltiges Wasser, genannt «Tonikum», zum Schutz vor Malaria trinken mussten. Und weil das so bitter schmeckte, mischten sie Gin dazu.

  • Karine & Oliver

  • Urs Blöchliger

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