Cinzia Maag | Agentin | Magazin Zürich

16. Dezember 2014
Stadt prägt Mensch. Mensch prägt Stadt.

In Karine’s und Oliver’s Loft

Treffen sich sechs Protagonisten beim Fotografen-Duo. Punkt und Sand drauf – es braucht nicht immer grosse Geschichten. Und warum das dennoch eine ist.

Stadt ist gross. Stadt ist laut. Bunt. Dreckig. Stadt ist vielfältig und fragil. Die Stadt ist voller Träume. Der Stadtmensch träumt vom schönen Stadtleben. Von hübschen Grünflächen, sauberen Strassen, kleinen Oasen, von Sicherheit, kurzen Wegen und bezahlbaren Wohnungen. Der Stadtmensch will alles. Er will urbane Lebensqualität. Dann findet er sich im Einklang mit der Stadt. Doch jede Stadt tickt anders, hat ihre Vergangenheit, baut mit unterschiedlichen Mitteln und Möglichkeiten an ihrer Zukunft und erschafft sich damit ihre Identität.

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen darüber, was eine lebenswerte Stadt ausmacht und warum er sich mit ihr identifiziert. Und obgleich es die ideale Stadt nicht gibt, haben alle Städte dieser Welt etwas gemein: Sie haben Auswirkungen auf diejenigen, die in ihr leben. Sie bieten die Chance, neue, überraschende Erfahrungen zu machen, zu lernen und sich zu verändern. Das Spiel funktioniert aber auch andersrum. Mensch formt Stadt. Tagtäglich, unter den verschiedenartigsten Bedingungen. All die schönen Orte, die Kuriositäten, Seltenheiten und Sehenswürdigkeiten gäbe es nicht ohne Mensch. Stadt prägt Mensch. Mensch prägt Stadt. Wirkt schöpferisch. Ist produktiv und erfinderisch.

Unter dieser Prämisse habe ich mich hingesetzt und mir überlegt, wer hier in Zürich Ideen zum Leben erweckt, Schwieriges in die Hand nimmt, für besondere Ereignisse sorgt und sich mit seinem Zutun darum kümmert, dass unsere Stadt ist, was sie ist. Wie sie ist. Und ich wollte echte Menschen vorstellen. Authentisch mussten sie sein. Solche, die nicht unbedingt täglich im Rampenlicht stehen. Aber Mut und Schneid sollten sie haben. Sich so zu zeigen, wie sie sind. Zu sagen, was sie denken. Tun, was sie tun. Wie sie es tun. Ob’s gefällt oder nicht.

Die Geschichte hinter dem Menschen
Entstanden ist ein kurzer Bild-Essay, der die flüchtigen Augenblicke des Shootings festhält. Sechs verschiedene Menschen, von Karine und Oliver unterschiedlich in Szene gesetzt. Jeder für sich. Als Teil eines Ganzen. Mit dem Ziel, nicht nur das Bild zu betrachten, sondern den Menschen zu sehen. Das Bild länger als zwei Sekunden auf sich wirken zu lassen. Das Alltägliche darin zu erfassen und sich dann zum Fantastischen führen zu lassen. Zur Geschichte hinter dem Menschen. Hinter dem steckt immer eine Geschichte. Jeder meint sie zu kennen. Doch wer kennt sie wirklich?

Antonio Lionti | CEO | Magazin Zürich

Antonio Lionti, CEO und Innenarchitekt
«Unternehmen lassen sich so vieles einfallen, um ihre Kunden glücklich zu machen. Dabei ist es ganz einfach. Man muss nur tun, was man kann, und lieben, was man tut. Und stolz sein auf das, für was man eintritt. Das ist die ganze banale Wahrheit. Habe ich damit den Mythos Verkauf entzaubert? Recht so!»

Ivano Colombo | Möbel-Pionier | Magazin Zürich

Ivano Colombo, Design-Möbel-Pionier
«Stets habe ich versucht, mir in meinem kreativen Schaffen treu zu bleiben, egal, ob ich dabei aus dem Vollen schöpfen konnte oder mich mit Einschränkungen abfinden musste. Beides geht gut, solange man den Spass daran nicht verliert.»

Roger Scheiwiller | Carrossier | Magazin Zürich

Roger Scheiwiller, Carrossier und Feinschmecker
«Gut essen, gut trinken, und jeder Tag wird ein guter Tag. Wo treffen wir auf spannendere Menschen als an einem gut gedeckten Tisch?! Dabei loslassen und empfangen, das sind doch die Momente, die wirklich zählen. Die uns lange Zeit in Erinnerung bleiben.»

Cinzia Maag | Agentin | Magazin Zürich

Cinzia Maag, Agenturinhaberin
«Neugierde ist die Quelle für Lebensfreude und Glück. Sie führt dazu, dass wir die Welt erforschen, Neues lernen und Dinge verstehen. Neugierde und Interesse sind Eigenschaften, die Menschen auszeichnen, die auch im Alter noch aktiv und flexibel sind.»

Maik Neuhaus | Immobilien | Magazin Zürich

Maik Neuhaus, Immobilienentwickler
«Mich begeistert die Möglichkeit, Grosses zu schaffen. Sich an Dinge heranwagen, die auf den ersten Blick nicht machbar scheinen. ‹Unmöglich› ist ein Wort für jene, welche die Welt so akzeptieren wollen, wie sie ist, statt das Risiko einzugehen, sie zu verändern.»

Samuel Läderach | Banker | Magazin Zürich

Samuel Läderach, Banker und Bobfahrer
«Starke Erlebnisse verbinden. Lachen und Bobfahren sind zwei davon. Lachen steckt an. Bobfahren bedeutet alles oder nichts. Die Mischung aus Kraft, Präzision und Konzentration fasziniert extrem. Sich das von aussen vorzustellen ist schwierig. Besser man probiert es selber aus.»

Text: Urs Blöchliger | Fotografie: Karine & Oliver

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du mitreden?
Sag uns, was du denkst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.