Racer Fish

22. Februar 2016
Freude am Authentischen

Rare Street Coffee

Als Mann vom Fach hat Scout Dean nicht nur Kenntnisse über Kaffeesorten, deren Röstung und über die korrekte Handhabung der teuren Maschinen, er ist auch Meister der Latte Art. Sprich, er verziert seine Espressi und Cappuccini mit aufgeschäumter Milch zu wahren Kunstwerken. Er tut dies mit Lust und Hingabe und er tut es im Rare Street Coffee in Rapperswil. Rar, im Sinne von kostbar und unkonventionell, ist an diesem Ort so ziemlich alles.

Rar, im Sinne von kostbar und unkonventionell, ist an diesem Ort so ziemlich alles.

Während sich der Grossteil unserer Mitmenschen im Fahrwasser von Massenproduktionen, fingierten Modetrends, Billigessen, kopiertem Wohndesign und geisttötenden Statussymbolen treiben lässt, trifft sich hier eine ganz andere Klientel. Hier finden sich Gleichgesinnte ein. Solche, die Freude am Authentischen haben, die Echtes und Wahres schätzen und sich dem Diktat von schnell, billig und einheitlich widersetzen.

Querdenker und Marketingprofi
Idee, Konzept und Gestaltung des Rare Street Coffee stammen von Tom Behrens, seines Zeichens Inhaber von Racerfish. Der Querdenker und Marketingprofi hat in der ehemaligen Tankstelle nicht nur die ideale Lokalität für seine digitale Marketing-Agentur gefunden, sondern auch das perfekte Labor für sein jüngstes Kind, das Rare Street Coffee. Mit Leichtigkeit fügt sich das eine in das andere. Bar, Arbeitsplatz, Kreativwerkstatt und Denkstube laufen fliessend ineinander.

Kostbarkeiten aus alten und neueren Tagen
Hier findet der geforderte Geist den nötigen Raum und das Auge trifft pausenlos auf Unerwartetes. Hier ein Land Rover Series 3 mit Jahrgang 1972, dort ein knallroter, in Mailand produzierter LAM-Buggy, an der Wand gegenüber eine komplett umgebaute Yamaha SR-500 von 1982, im Nebenraum weitere Kostbarkeiten aus alten und neueren Tagen. «Ab und zu findest du bei uns auch ein Boesch-Boot, seltene Kleidungsstücke, antike Uhren und andere Raritäten», so Behrens. Woher er diese Trouvaillen denn hätte, frage ich ihn. «All dies stammt von Kunden oder Freunden und steht zum Verkauf. Wir spielen dabei nur den Vermittler, profitieren im Gegenzug von einer ständig wechselnden Einrichtung und erfreuen uns täglich an nicht alltäglichen Dingen».

Die Kraft liegt im Detail
Kaffeetrinken, Netzwerken, Befruchten und sich an Menschen und an Dingen erfreuen, die rar sind. Das ist die Idee. Das ist das Konzept. Ein gutes Konzept, meine ich, und lasse mir von Barista Scout einen zweiten Cappuccino servieren. Einen mit dieser hübschen Milchschaumzeichnung. Auch das gehört zum Konzept, schliesslich liegt die Kraft im Detail.

  • Racer Fish

  • Urs Blöchliger

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