28. November 2017
In Karine’s & Oliver’s Loft

1653 Old Barrel Rum: Making-of

Als Publizist bieten sich mir Möglichkeiten und Chancen. Die Chance, spannende Menschen zu treffen beispielsweise. Menschen, die etwas Cooles tun, und das gerne. Darüber zu berichten finde ich aufregend. Hinter die Kulissen blicken, mich ins Thema reinknien und herausfinden, warum sie tun, was sie tun, das ist unbezahlbar. Und der Grund dafür, dass ich gerne tue, was ich tue.

Der Anlass für diesen Beitrag spielt sich an einem heiteren Novembertag ab. Die Sonne scheint, das Licht für das Fotografen-Handwerk ist entsprechend gut, und ich schnappe mir eine der letzten Parklücken vor Karines und Olivers Loft. In der Hoffnung, dass die Protagonisten bereits da und somit parkplatztechnisch versorgt sind.

Ivano Friedli lanciert in den kommenden Wochen seine neuste Schöpfung: den 1653 Old Barrel Rum aus dem Hause Studer. Dazu benötigen wir eine Handvoll glaubwürdige Markenbotschafter und gutes Bildmaterial. Soviel zur Ausgangslage.

Der Clou an der Sache ist: Irgendwie und irgendwann kommt alles zurück.

Das mit den Fotos ist selbsterklärend. Und mit Markenbotschaftern ziele ich auf Menschen mit Humor ab. Solche, die sich selber nicht so ernst nehmen, ihre Rolle als Fürsprecher der Marke Studer hingegen schon. Dabei, so haben wir ausgeknobelt, geht es vor allem darum, sein Netzwerk zu nutzen, dieses zu pflegen und spielerisch voneinander zu profitieren. Ohne Zwang, ganz einfach weil es passt, man gemeinsame Werte pflegt und das, was man tut, eben gerne tut. Nicht nur für sich­ – zuweilen auch für andere. Der Clou an der Sache ist: Irgendwie und irgendwann kommt alles zurück. Meistens unangemeldet und in doppelter Menge.

Interessanterweise braucht es dazu nur die richtige Bühne. In diesem Fall den Loft von Karine & Oliver. Dort rückt das Produkt wie von Geisterhand bewegt in den Hintergrund und der Mensch in den Vordergrund. Wie genau die zwei Kreativen das jedes Mal hinkriegen habe ich noch immer nicht enträtselt. Sie machen es einfach und damit hat es sich. Punkt.

Und genau weil Karine & Oliver arbeiten, wie sie arbeiten, sind alle locker drauf, jeder wird animiert, motiviert und gefördert, niemand jedoch überfordert. Mit dem Resultat, dass allen die Freude in Gesicht geschrieben steht und jeder bekommt, was er will. Ein unvergessliches Erlebnis und eine Serie genialer Fotografien zur Erinnerung beispielsweise. Und die eine oder andere Erfahrung über sich selber. Schliesslich ist man ja von Berufs wegen nicht Fotomodell, sondern Gastronom, Hotelier oder eben Schnapsbrenner.

Mehr Vergnügen als Arbeit
Bei den ersten zwei, drei Shootings war ich genauso zappelig wie die Protagonisten. Mittlerweile ist das Zugegensein beim Shooting mehr Vergnügen als Arbeit. Gibt es mir doch die Gelegenheit, genau hinzusehen. Hinzuhorchen, Fragen aufzuschnappen, solche zu stellen, eigene Schlüsse zu ziehen, nachzufragen und daraus Geschichten entstehen zu lassen. Ob diese Erzählungen konstruiert sind oder real, ist gar nicht so matchentscheidend. Von Belang scheint mir hingegen, dass deklariert wird, was Sache ist und dass sich die Kernaussage dem Leser ins Gedächtnis prägt. In diesem Beispiel hier ist alles echt.

Echt sind auch die Aussagen zu den Bildern. Hier ein bisschen sperrig, dort ein wenig kontrovers. Aber immer fadegrad, authentisch. Genauso werden wir es auch weiterhin halten. Mit den Geschichten zu diesen Menschen, über den 1653 Old Barrel Rum und was sonst noch alles aus diesem Beitrag resultiert.

1653 Old Barrel Rum: Making-of

Ralph Treuthardt, Hoteldirektor
«Über die Wettergötter habe ich keine Macht. Über Glück und Schicksal auch nicht. Der grosse Rest aber, so finde ich, liegt weitgehend in der eigenen Hand. Und da ich von denen zwei habe, zudem auf Mitarbeitende zählen kann, die ebenso ausgerüstet sind, gibt es nicht viel, was wir nicht können. Ausser vielleicht zaubern.»

1653 Old Barrel Rum: Making-of

Jvan Paszti, Barkeeper
«Wahrscheinlich wurde der Begriff ‹titelgeil› in der Bankenwelt erfunden. Jetzt aber, und das macht mir Kopfweh, ist dieser Unfug auch in unserem Metier angekommen. Anstatt Verantwortung zu tragen, wollen die Leute lässig tönende Titel wie ‹Chef de Bar›. Und weil lässig ihr Ding ist, ignorieren sie kalten Arsches, dass von einem Chef de Bar Fähigkeiten erwartet werden, die vorab erarbeitet sein wollen.»

1653 Old Barrel Rum: Making-of

Alexandra und Reto Invernizzi, Hoteliers 
«Gastgeber sein ist eine grossartige Sache. Es ist aber auch nicht ganz ohne und zuweilen, sagen wir es doch in Bärndütsch, eine happige Herausforderung. Manche nennen es gar einen Knochenjob. Gottlob können wir alles auf vier Schultern verteilen. Zum einen ist das ein Glücksfall. Zum andern ein unschlagbarer Vorteil. Würdigen tun wir beides zusammen als das grosse Los.»

1653 Old Barrel Rum: Making-of

Ivano Friedli, Schnapsbrenner und Familienunternehmer
«Entlebucher Uhren ticken anders. Mitunter kann das einem wie mir ziemlich auf die Nerven gehen – auf den Geist auch. Nichtsdestotrotz habe ich es längst aufgegeben, den Grund dafür zu suchen. Es ist einfach so. Und vielleicht ist ganz gut, dass es ist, wie es ist. Unser Handwerk braucht bekanntlich ohnehin Zeit. Viel Zeit.»

  • Karine & Oliver

  • Urs Blöchliger

3 Kommentare
    • Urs Blöchliger
      Urs Blöchliger says:

      Finde ich auch lieber Ivano. Ein gelungenes Shooting und eine wunderbare Truppe. Ein herzliches Dankeschön auch aus unserer Ecke in die Runde 🙂

      Antworten
  1. Reto Invernizzi
    Reto Invernizzi says:

    Mein Grossvater pflegte zu sagen; Humor verlängert dein Leben. Eine grosse Portion davon war unser Begleiter beim Fototreff in Zürich. Dass wir noch im Dienste der weitherum besten Distillerie amten durften machte das Ganze noch Geistreicher.
    Danke Studer
    Danke Zürich
    Danke Schweiz

    Antworten

Dein Kommentar

Willst du mitreden?
Sag uns, was du denkst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.