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Drei Freunde


Drei Freunde

Sie stärken uns im Alltag den Rücken, helfen uns durch Krisen oder lassen uns einfach das Miteinander geniessen. Freundschaften tragen ein grosses Stück zur Lebensqualität bei. Sie verbinden, inspirieren und machen Grosses möglich: Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zum Beispiel haben Ost und West angenähert. Die Freunde George Lucas und Steven Spielberg haben mit «E.T. – der Ausserirdische» Filmgeschichte geschrieben. Unsere drei Protagonisten wiederum schenken sich gegenseitig Hilfe, stehen einander mit Rat und Tat zur Seite und meistern so spannende und knifflige Aufgaben.

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Richten Sie’s mal

In Tat und Wahrheit ist die Sache recht einfach. Unser Reichtum liegt in der Geschichte der vergangenen 90 Jahre begründet und stützt sich auf drei Ursachen: ständiger Frieden, das Nachkriegswachstum unserer geografischen Nachbarn und die aus dem 19. Jahrhundert geerbte Branchenstruktur.

 
 
Fotograf, Maler und Regisseur


Walter Pfeiffer

Eine tiefe Sonne, die Hand greift nach dem Hebel über der verchromten Schaltkulisse, Finger fächern über den kugelrunden Knauf. Der Gegner auf dem Monterey Raceway nur noch ein Punkt in der Fahrbahnmitte. Der 308er Ferrari, der Bolide der Achtziger, frisch frisiert. Ein Sandkorn am falschen Punkt und der Ventilsitz ist hinüber.

 
 
Christian Jott Jenny


Der Tenor des Papstes

In Berlin schon länger bekannt, ist Leo Wundergut diesen Frühling ins Rampenlicht seiner Heimatstadt getreten. Der Meistersänger, der auch vor dem Papst auftritt, hat Zürich viel zu verdanken. «Am Weekend bin ich für ein Wundergut-Konzert nach Berlin geflogen», lassen Trendsetter im Partygespräch schon mal fallen. Und mindestens ein Zürcher Gesellschaftsreporter und eine Klatschkolumnistin waren sogar in New York dabei: «Legendärer Carnegie-Hall-Auftritt.»

 
 
Magazin Zürich


Volksverdummung

Uns geht es nicht gut. Soviel ist mal klar. Nicht nur, weil wir prinzipiell zu viel Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen verbringen. Unsere geistige Leistungsfähigkeit nimmt auch ab, weil wir uns alles brühwarm und sorgfältig vorgekaut servieren lassen. Und den ganzen Scheiss und all das zusammengelogene Zeugs auch noch glauben. Will sagen, weil wir nicht genügend selbständig denken. Oder zumindest mitdenken.

 
 
Schaufelraddampfer


Meditation auf dem Wasser

Verweilen Sie in einer bodenlosen Bewegung: Es gib nur den Schiffsbug unter Ihren Füssen, den Zürichsee und dem Schiffsbug. Wellen, Wellen. Wind im Gesicht und Weite – der Blick bis an die Glarner Alpen. Auf den Berggipfeln liegt Schnee. Und der Schaufelraddampfer dreht seine Runden, rabenschwarz schnaubend, er dreht am Rad unserer Zeit.

 
 
Leo, der Publizist


Bin doch nicht blöd

Oder etwa doch ein bisschen? Denn eins will mir einfach nicht in die Birne: Wie konnte sich in unserem westlichen, auf Qualität und Bildung bedachten Gedankengut die Idee etablieren, billig sei clever? Ich meine, ist der Verbraucher geistig tatsächlich wach und weiss er, was hinter den Kulissen abgeht? Welch hässliche Konsequenzen Billigproduktionen haben?

 
 
Leo, der Publizist


Geht nicht gibt’s nicht

Unser Primarlehrer aus der fünften Klasse hiess Robert Walter. Eine seiner Macken bestand darin, die Leistungsanforderungen an uns mit Aphorismen zu unterstreichen. Im Klartext hiess das dann beim Rundenwaldlauf etwa: «Einmal ist keinmal, zweimal ist zu wenig».

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Quasi ein Naturgesetz

Ob es uns passt oder nicht: Der Markt hat immer recht! So lautet nun mal das erste Gebot der liberalen Ökonomie. Und das gilt nicht nur für den Finanzmarkt, sondern generell dort, wo Ware, Angebot und Nachfrage frei zusammentreffen. Dieses Gesetz ist nicht gut oder schlecht, es ist einfach da. Und man kann es genauso wenig abschaffen wie die Schwerkraft – es ist quasi ein Naturgesetz.

 
 
Urs Blöchliger, Publizist


Falscher Fuffziger

Der aufmerksame Leser fragt sich vielleicht, weshalb wir bereits nach sieben Ausgaben unseren Auftritt geändert haben. Ich sag es Ihnen: Reine Taktik. Politik. Nichts weiter. Ich sag Ihnen auch warum: Weil wir immer häufiger kopiert oder nachgeahmt werden. Weil wir keine Lust haben, fortwährend verwechselt zu werden und schliesslich im Mainstream zu versinken. Darum. Und damit bin ich auch bereits beim Thema angelangt. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.